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Therapiegeräte

Ziel jeder kieferorthopädischen Behandlung ist es, ein normal verzahntes (eugnathes) Gebiss zu erreichen. Dazu kommen je nach Art bzw. Ausprägung der Fehlstellung der Zähne oder des Kiefers verschiedene Therapiegeräte zum Einsatz.

Welche Therapiegeräte gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen folgenden Zahnspangenarten unterschieden:

Prophylaxegeräte

Zahn- und Kieferfehlstellungen sind zu einem großen Teil nicht angeboren, sondern werden im Laufe der Entwicklung erworben, z. B. durch ungünstige Angewohnheiten (Habits) wie ständiges Atmen durch den Mund oder Daumenlutschen. Auch frühzeitig fehlende Milchzähne können sich negativ auswirken. Mit Prophylaxegeräten, z. B. der Mundvorhofplatte, kann dem schon im Milchzahngebiss entgegengewirkt werden.

Mechanische und funktionskieferorthopädische Geräte

Aktive Therapiegeräte üben mechanische Kräfte auf die Zähne, das Zahnhaltegewebe (Parodont), den Kieferknochen und die Kiefergelenke aus. Auf diese Weise werden die Zähne in die gewünschte Richtung bewegt bzw. das Wachstum der Kiefer beeinflusst. Zu den aktiven Geräten zählen abnehmbare Zahnspangen wie aktive Platten, durchsichtige Zahnschienen (Aligner) , sowie feste Zahnspangen, die so genannten Multibracketapparaturen.

Funktionskieferorthopädische Geräte hingegen nutzen die natürlichen körpereigenen (= funktionellen) Kräfte beispielsweise der Wangen- oder Kaumuskulatur, um die entsprechende Korrektur zu erzielen. Sie liegen in der Regel lose im Mund und sind abnehmbar. Mit passiven Therapiegeräten wird nicht nur die Zahnstellung verändert bzw. das Wachstum der Kiefer beeinflusst. Sie wirken darüber hinaus auch auf die Mundmuskulatur ein, die durch diese Geräte gezielt trainiert oder gehemmt werden kann. Die Übergänge zwischen aktiven und passiven Zahnspangen sind allerdings fließend, da viele Zahnspangen beide Elemente enthalten.

Abnehmbare und festsitzende Zahnspangen

Abnehmbare Zahnspangen dienen in der Regel zur Korrektur von Kieferfehlstellungen während des Wechsels von den Milch- zu den bleibenden Zähnen. Auch kleinere Zahnbewegungen sind mit ihnen möglich. Feste Zahnspangen (Multibracket-Apparaturen) hingegen ermöglichen umfassende Bewegungen der Zähne im Kiefer. Ein Sonderfall der abnehmbaren Zahnspange sind abnehmbare durchsichtige Zahnschienen (Aligner). Sie kommen vorwiegend in der Erwachsenenbehandlung zum Einsatz und sind unter Umständen eine unauffällige Alternative zur festen Zahnspange bei leichten bis mittleren Fehlstellungen.

Intraorale Geräte

In einigen Fällen reichen herkömmliche abnehmbare und feste Zahnspangen nicht aus, um die gewünschte Korrektur zu erzielen, z. B. wenn die hinteren Backenzähne bewegt werden sollen oder das Wachstum des Oberkiefers gehemmt bzw. gefördert werden soll. Je nach Ausgangssituation können intraorale Geräte wie Miniimplantate verwendet werden, z. B. um eine einseitige Zahnlücke zu schließen.

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